Forschung 2008
Betriebliche Beschäftigungskrisen in Südtirol im Zeitraum 2000-2006
Zielsetzung
Betriebskrisen sind vor allem für die Beschäftigten außergewöhnliche Situationen. Wie können die Abläufe im Zusammenwirken der Sozialparteien (Arbeitnehmervertretung, Betriebsleitung und öffentliche Hand) verbessert werden?
Auftraggeber
Eigenes Projekt (in Zusammenarbeit mit der Abteilung Arbeit)
Erläuterung
Seit dem Jahr 2000 ist es in Südtirol häufiger zu Betriebskrisen gekommen, die Auswirkungen auf die Beschäftigung hatten. Das AFI-IPL hat die Daten der Abteilung Arbeit zur Inanspruchnahme der Mobilität (G. 223/1991 und G. 236/1993) sowie die Daten der Handelskammer zu den Betriebsgründungen und –löschungen analysiert und mit Interviews die Handhabung der Beschäftigungskrisen durch die Unternehmen, die Sozialpartner und die Landesverwaltung unter die Lupe genommen sowie Vorschläge für den künftigen Umgang mit solchen Fällen gesammelt.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie werden bis Juli 2008 vorliegen.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Konrad Walter
ArbeitnehmerInnensurvey 2008: Meinungen und Einschätzungen von abhängig Beschäftigten in Südtirol
Zielsetzung
Erhebung der Meinungen und Einschätzung von abhängig Beschäftigten in Südtirol, insbesondere zur Qualität der Arbeit und zur Innovationsbereitschaft
Auftraggeber
Eigenes Projekt
Erläuterung
Bereits seit 2003 erhebt das AFI-IPL in periodischen Abständen die Meinungen und Einschätzungen von abhängig Beschäftigten in Südtirol (Link zu den Ergebnissen 2005). Schwerpunkt des Survey 2008 sind die Qualität der Arbeit und die Innovationsbereitschaft aus Sicht der ArbeitnehmerInnen. Die Erhebung erfolgt mittels repräsentativer Umfrage unter 1.000 mit Standard- und arbeitnehmerInnenähnlichen Verträgen Beschäftigten.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie werden bis September 2008 vorliegen und in Form von Kurzberichten veröffentlicht.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Werner Pramstrahler
• Isabel Teuffenbach
Beobachtungsstelle für dezentrale Kollektivvertragsverhandlungen
Zielsetzung
Erhebung sämtlicher in Südtirol geltender dezentraler Kollektivverträge aus der Privatwirtschaft
Auftraggeber
Eigenprojekt
Erläuterung
Die Beobachtungsstelle für dezentrale Kollektivvertragsverhandlungen des AFI-IPL hat zum derzeitigen Zeitpunkt 542 Betriebsabkommen aus dem Zeitraum 1996 - 2006/7 erfasst, die in 166 Betrieben abgeschlossen worden sind sowie 57 Landeszusatzverträge aus 19 Sektoren. Gegenwärtig werden die neuen Kollektivverträge erhoben und klassifiziert. Damit ist das AFI-IPL in der Lage, einen aktuellen Überblick über die Kollektivvertragsverhandlungen im Südtiroler Privatsektor zu liefern.
Der Stellenwert der dezentralen Kollektivverträge steigt: dafür spricht sowohl die Verteilung der Produktivitätszuwächse vor Ort, die zu einer Steigerung der Einkommen und der Binnennachfrage ohne Gefahr von Inflationsschüben führen kann. Zudem können die dezentralen Abkommen auch dazu beitragen, die Qualität der Arbeit in den Betrieben und auf Landesebene zu steigern.
Das Limit des Abkommens von 1993, nämlich die fehlende Verbindlichkeit dezentraler Abkommen und der unzureichende Deckungsgrad, ist derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen über die Neuordnung des italienischen Kollektivvertragssystems.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie werden laufend veröffentlicht.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Mario Giovannacci
Die freien Mitarbeiter und die arbeitnehmerähnlichen Beschäftigungen in Südtirol nach der Arbeitsmarktreform sowie Feststellung der stillen Reserve
Zielsetzung
Quantifizierung der mit arbeitnehmerInnenähnlichen Verträgen Beschäftigten in Südtirol
Auftraggeber
Abteilung Arbeit der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol
Kooperationspartner
• Landesinstitut für Statistik ASTAT für die Durchführung der Befragung
• Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen
Erläuterung
Aufgrund der Datenbank zu den Erwerbstätigen der Abteilung Arbeit, die auch Auftraggeberin der Studie ist, führt das AFI-IPL in Zusammenarbeit mit dem ASTAT eine Erhebung durch, um das Phänomen der freien MitarbeiterInnen und der arbeitnehmerähnlichen Beschäftigungen in Südtirol zu quantifizieren und eventuell auftretende Prekarisierungstendenzen zu erheben. Mit der selben Umfrage erhebt das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO der Handelskammer die „stille Reserve“ in Südtirol.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie werden bis Jahresende vorliegen.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Werner Pramstrahler
• Isabel Teuffenbach
TimeS: Training in MicroEnterprises South Tyrol
Die berufliche Weiterbildung in Südtirol. Ein Beitrag zur Entwicklung des Systems“, Projekt 2006/07, Ziel 3, Fasz. Nr. 3/138/2006
Zielsetzung
Erhebung der Hürden für Weiterbildung in den Südtiroler Kleinstbetrieben
Auftraggeber
Europäischer Sozialfonds der Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Kooperationspartner
• Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
• ISFOL, Rom
Erläuterung
Kleinbetriebe gelten im Allgemeinen als weniger weiterbildungsorientiert. Die Studie hat aufgezeigt, dass die Südtiroler Kleinbetriebe formalisierte mit nicht-formalisierter Weiterbildung und informalem Lernen kombinieren. Eine Kernanforderung ist tätigkeitsnahe und umsetzungsorientierte Weiterbildung. Ansatzpunkte sind konkrete und unabhängige Bedarfserhebungen in den Betrieben mit direkter Beteiligung der ArbeitnehmerInnen sowie eine verstärkte Koordinierung zwischen privaten und öffentlichen Akteuren.
Veröffentlichung der Ergebnisse
• Kurzdarstellung in der Dima 2/2007
• Folienset (in deutscher Sprache)
• Der ausführliche Endbericht wird im Rahmen einer Tagung im September 2008 vorgestellt.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Werner Pramstrahler
Zukunftsperspektiven für Akademiker
Zielsetzung
Erforschung der Einstellungen der Südtiroler HochschülerInnen und der Gründe für die Abwanderung von Südtiroler AkademikerInnen
Auftraggeber
Eigenprojekt
Kooperationspartner
• Universität Innsbruck (Institute für Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie)
• Landesinstitut für Statistik ASTAT für die Durchführung der Befragung
Erläuterung
Die Universität Innsbruck (Institute für Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie) hat im Auftrag der Abteilung Bildungsförderung die Koordinierung einer Forschungsinitiative übernommen, mit dem Ziel, die Einstellungen der Südtiroler HochschülerInnen und die Gründe der Abwanderung von Südtiroler Akademikern und Perspektiven für ein wirtschaftliches und kulturelles Engagement von hochqualifizierten Personen in Südtirol zu erarbeiten. Im Rahmen der Forschungsinitiative arbeitet das AFI-IPL gemeinsam mit dem ASTAT an der Optimierung der Datenlage, um Wissensbestände im Hinblick auf Akademiker in Südtirol auszubauen. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht ist zunächst das Ausmaß des Abflusses von Humanressourcen von großem Interesse. Im Zentrum des Forschungsprojektes steht somit neben der Erforschung der Gründe, die Messung der quantitativen Dimension der Abwanderung von Akademikern aus Südtirol.
Veröffentlichung der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie werden bis Mai 2009 vorliegen.
AnsprechpartnerInnen für das AFI-IPL
• Karl Gudauner
• Isabel Teuffenbach






